Gefühle zulassen

Fotoquelle unbekannt

Es ist unmöglich, nur positive und erwünschte Gefühle zu haben, weil wir nur zwischen fühlen und nicht fühlen wählen können. Entweder wir lassen alle Gefühle zu und sind deshalb fähig zu lieben oder wir unterdrücken unangenehme Gefühle und fühlen überhaupt nichts mehr – auch keine Liebe.

Wir haben die Wahl.

Unterdrückte Gefühle entwickeln im Unterbewusstsein ein Eigenleben. Was wir verdrängen, bleibt nicht einfach unbewusst und weggeräumt, es wächst im Schatten unserer Aufmerksamkeit, mutiert zu richtigen „Dämonen”, gegen die wir kämpfen und die uns bedrohen. Es ist viel schwieriger damit umzugehen als mit dem ursprünglichen Gefühl, das wir doch verdrängten, weil wir es unerträglich fanden. Der „Dämon” ist nun erst recht unerträglich.

Die Auflösung kann wie in Märchen nur auf eine Weise erfolgen: Man muss Dämonen ins Gesicht sehen und sie benennen. Sie heißen nicht Rumpelstilzchen, sondern tragen gängigere Namen wie Eifersucht, Neid, Verlustangst und so weiter. Wir müssen also gar nicht weit suchen.

Sobald wir den richtigen Namen wissen, schrumpfen sie auf ihre normale Größe und werden harmlos im Vergleich zu dem, was durch Verdrängung aus ihnen wird.

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