In ewiger Liebe

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Sie kannten sich nun schon sechs Jahre, hatten gute und auch schlechte Zeiten durchgemacht und egal, was passierte, sie stand immer zu ihm. Aber es kam der Tag, da merkte sie, wie er rastlos wurde. Ganz so als würde er von irgendwas getrieben und sie beobachtete es beängstigt.

Eines Tages nahm er ihre Hand und sagte mit gesenktem Blick zu ihr:

„Bitte glaub mir, ich liebe Dich und ich werde Dich für immer lieben, aber ich muss gehen. Ich habe das Gefühl, das Leben zieht an mir vorbei, ohne dass ich es gelebt habe!“.

Beschämt lächelte er sie an und wartete auf ihre Reaktion. Er hatte mit jeder gerechnet, aber nicht mit der, die dann kam…

Mit einem Lächeln in den Augen sah sie ihn an und leise flüsterte sie:

„Wenn ich wüsste, dass Du wieder glücklich sein kannst, wenn ich um Dich kämpfe, dann würde ich es tun! Aber weil ich Dich so sehr liebe, spüre ich, dass ich Dich gehen lassen muss, damit Du wieder glücklich bist.“.

Voller Liebe sah er sie noch einmal an, drehte sich um und ging. Auf halbem Weg blieb er stehen und wollte noch einmal umkehren ,aber da hörte er sie schon mit leiser Stimme sagen:

„Bitte geh!“.

Jahre ging er von einem Ort zum anderen, von einer Frau zur anderen, aber nie vergass er das Lächeln von jener Frau, die ihn damals gehen lies.
Um so weiter er ging, um so mehr überkam ihn diese Unruhe, die er schon damals spürte und er hatte immer dieses Gefühl, soweit er auch ginge, er käme nie an.

Eines Tages stand er vor dem Haus, wo er vor so vielen Jahren glücklich gewesen war. In seinem Inneren breitete sich auf einmal eine unbeschreibliche Wärme und Ruhe aus und nach langer Zeit kam ihm der Gedanke, ich bin endlich angekommen.

Mit zitternder Hand klingelte er an der Tür. Die Sekunden kamen ihm wie Stunden vor, aber nach einer Weile öffnete ihm eine junge Frau und fragte, was sie für ihn tun könne. Leicht verwirrt sah er sie an und mit einem leichten Stottern in der Stimme erkundigte er sich nach jener Frau, mit der er einst so glücklich gewesen war.

„Oh, das tut mir leid,“, antworte die fremde Frau, „wir haben dieses Haus vor einem Jahr gekauft. Die Vorbesitzerin ist verstorben.“.

Wortlos drehte er sich um und schlich davon. Langsam ging er über den Friedhof – seine Tränen vermischten sich mit dem Regen, der ihm über das Gesicht lief. Plötzlich blieb er stehen, drehte sich nach links und sah auf ihr Grab. Es war schlicht und schmucklos. Vorsichtig bückte er sich und sanft, fast zärtlich, strich er über den Grabstein. Als er plötzlich die Worte sah, ganz klein geschrieben und nur an IHN gerichtet, las er ihre letzten Worte:

„In Gedanken bin ich immer mit DIR gegangen..in ewiger Liebe.!

(Autor:unbekannt)

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