Einsamer Engel

Bildquelle unbekannt

Im Dunkel der Nacht sucht sie stets
den wärmsten Winkel ihres Bettes,
die Augen leer und Schwingen taubdurch bleiche Schleier der Sehnsucht,
wieder und wieder seinen Namen hauchend
Alles in ihr schreit nach Berührung,
es schreit nach seinen Händen,
seinen Lippen,
seiner Haut,
Berührungen,
beinahe Zeitalter ihrer Seele fern.


Ich vermisse dich!“ flüstert sie,
wohl wissend,
er hört vielleicht in seinen Träumen,
aber nicht mehr so wie damals,
in den warmen Tagen ihrer Liebe,
als sie von Kopf zu Kopf,
von Herz zu Herz sprechen konnten,
weil sie Lippen und Zunge
lieber zum Küssen brauchten

„Ich liebe dich!“ wispert sie ins Dunkel,
wieder und wieder sein Bild formend,
die Augen leer und Schwingen taub,
bemüht die kalte Leere
seiner fehlenden Berührungen,
die Abwesenheit seiner Nähe
auf ihrer Haut zu ertragen.

„Du bist alles, was mich fliegen lässt!“
raunt sie in die Nacht.
„Mein Herz war leicht, Liebster“
schiebt sie leise zwischen die Nadelstiche
zweier Erinnerungsfetzen,
die sie zusammenkettet,
hoffnungsvoll und doch vergeblich.

Und jede Nacht, bevor der Schlaf sie holt,
fügt sie leise ihrem Ruf hinzu:
„Liebe. Für immer Liebe.
Denn noch lebst du in mir…“

(Verfasser David P. Pauswek – der Andersmenschen © 2015)

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