Ich will mit dir zusammen Single sein (ein anonymer Brief)

Vor einiger Zeit geisterte ein Brief durch das Internet, in dem eine Frau schreibt, wie sie sich ihre Beziehung zu einem Mann vorstellt. Sie träumt davon, frei zu sein, aber trotzdem eine Liebesbeziehung zu führen, in der man sich aufeinander verlassen kann, ohne aneinander gefesselt zu sein. Sie schreibt:

„Ich will mit dir zusammen Single sein.

Ich will, dass du mit deinen Freunden ein Bier trinken gehst. Dass du am nächsten Tag verkatert bist, aber mich trotzdem zu dir einlädst, weil du mich in deinen Armen halten willst, weil du willst, dass wir uns aneinander schmiegen. Ich will, dass wir morgens im Bett liegen und über alle möglichen Dinge reden. Aber manchmal, nachmittags, will ich, dass wir jeder unser eigenes Ding machen.

Ich will, dass du mir von den Abenden mit deinen Freunden erzählst. Dass du mir erzählst, dass da ein Mädchen in der Bar war, das dir diesen Blick zugeworfen hat. Ich will, dass du mir Nachrichten schickst, wenn du und deine Freund betrunken seid, dass du mir unwichtige Sachen erzählst, nur um sicherzugehen, dass ich auch an dich denke.

Ich will, dass wir beim Sex miteinander lachen. Dass wir lachen müssen, weil wir etwas Neues ausprobieren und das irgendwie keinen Sinn ergibt. Ich will, dass du, wenn wir mit unseren Freunden zusammen sind, mich an der Hand nimmst und in einen anderen Raum bringst, weil du es einfach nicht mehr aushältst und unbedingt sofort Sex mit mir haben willst.
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Unbuntu 2 = „Ich bin, weil du bist, und ich kann nur sein, wenn du bist“

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Ein Anthropologe bot Kindern eines afrikanischen Stammes ein neues Spiel an. Er stellte einen Korb voller Obst in der Nähe eines Baumesab und sagte ihnen, wer zuerst dort ist, gewinnt die süßen Früchte. Als er ihnen das Startsignal gab, liefen sie alle zusammen und nahmen sich gegenseitig an den Händen, setzte sich dann zusammen hin und genossen ihre Leckereien.

Als er sie fragte, weshalb sie so gelaufen sind, wo doch jeder die Chance hatte, die Früchte für sich selbst zu gewinnen, sagten sie: “Ubuntu, wie kann einer von uns froh sein, wenn all die anderen traurig sind?”


Ubuntu in der Xhosa-Kultur bedeutet: „Ich bin, weil du bist, und ich kann nur sein, wenn du bist.“


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Ubuntu 1 = „Menschlichkeit gegenüber Anderen“

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Wenn ein Stammesmitglied der Babemba in Südafrika ungerecht gewesen ist oder unverantwortlich gehandelt hat, wird er in die Dorfmitte gebracht, aber nicht daran gehindert wegzulaufen. Alle im Dorf hören auf zu arbeiten und versammeln sich um den „Angeklagten“. Dann erinnert jedes Stammesmitglied, ganz gleich welchen Alters, die Person in der Mitte daran, was sie in ihrem Leben Gutes getan hat. Alles, an das man sich in Bezug auf diesen Menschen erinnern kann, wird in allen Einzelheiten dargelegt.

Alle seine positiven Eigenschaften, seine guten Taten. Seine Stärken und seine Güte werden dem „Angeklagten“ in Erinnerung gerufen. Alle, die den Kreis um ihn herum bilden, schildern dies sehr ausführlich. Die einzelnen Geschichten über diese Person werden mit absoluter Ehrlichkeit und großer Liebe erzählt. Es ist niemanden erlaubt,
das Geschehene zu übertreiben und alle wissen, dass sie nichts erfinden dürfen.
Niemand ist bei dem, was er sagt, unehrlich und sarkastisch.

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Schönheit durch Unvollkommenheit

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In Japan werden zerbrochene Schalen und Vasen an ihren Bruchstellen mit Gold repariert, sodass die Gefäße in ihrer Unvollkommenheit vollkommen werden. Hier liegt der Glaube zugrunde, dass, wenn etwas mit Schaden behaftet ist und eine Geschichte hat, es an Schönheit gewinnt.

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Der letzte Brief eines Großvaters an seine Enkelkinder

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Ein Großvater schrieb seinen fünf Enkeln einen Brief, der ihnen Rat fürs Leben geben sollte. Wenige Monate später starb James K. Flanagan unerwartet an einem Herzinfarkt. Hatte er es geahnt? Sein Brief ist eine Lektion, die uns alle zu besseren Menschen machen kann. Diese Veröffentlichung geschieht mit der Erlaubnis seiner Tochter Rachel Creighton.


Lieber Ryan, Conor, Brendan, Charlie und liebe Mary Catherine,

Meine kluge Tochter Rachel hat mich dazu gedrängt, euch ein paar Worte des Rats zu schreiben, über die wichtigen Dinge, die ich im Leben gelernt habe. Ich schreibe euch das am 8. April, am Abend meines 72. Geburtstags.

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“Caffe sospeso” – Aufgeschobener Kaffee

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In einem kleinen Café folgende Situation:

Zwei Männer kamen herein und bestellten 6 Kaffee. „2 für uns und 4 Aufgeschobene”,sagten sie. Sie bezahlten 6, bekamen aber nur 2.
Neugierig setzte ich mich zu ihnen und fragte sie, was ein aufgeschobener Kaffee sei.
Sie antworteten: “Warte ab und sieh selbst!”

Die nächsten Kunden waren zwei Frauen, die einfach nur zwei Kaffee bestellten und auch bekamen. Sie bezahlten auch ganz normal.
Eine Weile später jedoch orderte eine Gruppe von Anwälten 9 Kaffee, bekamen und tranken aber nur 4. Während ich mich weiter mit den ersten beiden Kunden unterhalten habe, betrat ein offensichtlich sehr armer Mann das Café.
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