Die emotionalen Rechte des Menschen

  1. Ich brauche keine Schuldgefühle zu haben, bloß weil das, was ich tue, sage oder denke, einem anderen nicht gefällt.
  2. Ich darf wütend sein und meine Wut ausdrücken, solange ich dabei nicht mein Augenmaß verliere.
  3. Ich muss nicht die alleinige Verantwortung für Entscheidungen übernehmen, an denen auch andere beteiligt waren.
  4. Ich habe das Recht, “ Ich verstehe das nicht“ oder “ Ich weiß es nicht “ zu sagen, ohne mir blöd vorzukommen.
  5. Ich habe das Recht, Nein zu sagen, ohne dabei Schuldgefühle haben zu müssen.
  6. Ich muss mich nicht entschuldigen oder rechtfertigen, wenn ich Nein sage.
  7. Ich habe das Recht, andere um etwas zu bitten.
  8. Ich habe das Recht, Bitten abzuschlagen und zusätzliche Verpflichtungen abzulehnen.
  9. Ich habe das Recht, anderen mitzuteilen, wenn ich das Gefühl habe, dass sie mich ungerecht behandeln oder bevormunden.
  10. Ich habe das Recht, es anderen mitzuteilen, wenn ihr Verhalten mich irritiert.
  11. Ich habe das Recht, Fehler zu machen und für sie die Verantwortung zu tragen. Ich habe das Recht mich zu täuschen.
  12. Ich brauche nicht von allen gemocht, bewundert oder geachtet zu werden für alles, was ich tue.(Virginia Satir)
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Gregory Colbert

Ubuntu 1 = „Menschlichkeit gegenüber Anderen“

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Wenn ein Stammesmitglied der Babemba in Südafrika ungerecht gewesen ist oder unverantwortlich gehandelt hat, wird er in die Dorfmitte gebracht, aber nicht daran gehindert wegzulaufen. Alle im Dorf hören auf zu arbeiten und versammeln sich um den „Angeklagten“. Dann erinnert jedes Stammesmitglied, ganz gleich welchen Alters, die Person in der Mitte daran, was sie in ihrem Leben Gutes getan hat. Alles, an das man sich in Bezug auf diesen Menschen erinnern kann, wird in allen Einzelheiten dargelegt.

Alle seine positiven Eigenschaften, seine guten Taten. Seine Stärken und seine Güte werden dem „Angeklagten“ in Erinnerung gerufen. Alle, die den Kreis um ihn herum bilden, schildern dies sehr ausführlich. Die einzelnen Geschichten über diese Person werden mit absoluter Ehrlichkeit und großer Liebe erzählt. Es ist niemanden erlaubt,
das Geschehene zu übertreiben und alle wissen, dass sie nichts erfinden dürfen.
Niemand ist bei dem, was er sagt, unehrlich und sarkastisch.

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Geben, was man im Herzen trägt…

Fotoquelle unbekannt

Fotoquelle unbekannt

Eines Tages gab ein reicher Mann, einem armen Mann einen Korb voll Müll.
Der arme Mann lächelte ihn an und ging mit dem Korb fort. Er leerte und reinigte ihn und füllte ihn mit wundervollen Blumen.

Er ging zurück zum reichen Mann und überreichte ihm den Korb mit Blumen.
Der Reiche staunte sehr und fragte:

„Warum hast du mir diesen Korb voller wunderschöner Blumen gegeben,
wo ich dir doch einen Korb voller Müll gab?“

Der Arme antwortete:

„Weil jeder das gibt, was er im Herzen trägt.“

(Verfasser unbekannt)