Dann liebe mich….

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… und so lege ich Dir mein Herz offen.
… gestatte Dir, meine Seele zu berühren.
… und wenn Du die Tiefe erträgst,
… und wenn Du durch den Schmerz gegangen bist,
… und wenn Du mich erkannt hast.

Dann liebe mich….
dann liebe mich, wie ich bin.

Ines Lindenburger

Ich liebe dich…

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Ich reiße dich aus meinem Herzen,
aus meinem Leben reiß ich dich,
denn wie ein heimlich schleichend Fieber
zehrst du an mir und tötest mich.

In jedem Tag, in jede Stunde
schleicht dein geliebtes Bild sich ein,
und ob ich zitternd dir entfliehe
in Lust und Lärm – du holst mich ein.

Mein eigen Blut hat sich verschworen,
mit dir im Bunde gegen mich –
Es braust und tobt mir in den Adern:
„Ich liebe dich… ich liebe dich.“

(Anne Ritter)

Manchmal

Und manchmal sind Tränen die einzige Sprache für das,
was in mir geschieht.
Und manchmal ist das Schweigen so laut,
dass ich ihn nicht mehr hören kann,
den Herzschlag der Liebe, der immer ist.
Und manchmal sind meine Fragen zu gross
und die Bereitschaft, der Stille zu lauschen zu klein.
Und manchmal ist die Traurigkeit so tief,
und die Sehnsucht so weit,
dass sie brennende Spuren in mein Innerstes schreiben.
Ja, manchmal ist es so verdammt schwer, Mensch zu sein.
Ich atme.
Ich fühle.
Ich bin.
Mehr, liebes Leben, geht gerade nicht.
Ja, und manchmal reicht das.
Einfach so.

(Béatrice Tanner)

Mann und Frau

Und nun sind sie
Mann und Frau

Ich habe so kurz
davor gestanden,
dann kam die Nacht –
aufeinmal war alles vorbei.

Eine andere Frau hat dich
mir genommen
Heute bin ich alleine,
finde kein Vertrauen,
will nicht noch einmal verlieren,
was tief in meinen Herzen ist

(Tina Deck)

Der Verstand & die Liebe

Der Verstand begegnete der Liebe und sagte zu ihr: “Gut, dass ich dich treffe. Ich habe schon oft über dich nachgedacht, aber ohne ein befriedigendes Ergebnis. Deshalb möchte ich dich gern geradeheraus fragen: Was ist dein Sinn?” Bevor die Liebe antworten konnte, fügte der Verstand hinzu: “Sag mir aber nicht, dein Sinn bestehe darin, die Menschen glücklich zu machen. Ich habe zu oft gesehen, dass du sie unglücklich machst.”

“Mein Sinn besteht darin, dass die Menschen an mir wachsen und zu sich selbst finden. Durch mich werden sie zu denen, die sie sein können. Ich erwecke das Beste in ihnen und bringe es zur Entfaltung. Und ich schenke ihnen Glück. Dass dieses Glück vergänglich ist, darfst du mir nicht anlasten. Nichts ist von Dauer in dieser Welt. Und weder du noch ich haben die Macht, das Gesetz der Vergänglichkeit zu brechen.”

“Ich weiß”, sagte der Verstand, “allerdings verstehe ich nicht, warum die Menschen im allgemeinen sich so sehr vor dir fürchten, obwohl du ihnen angeblich so viel Gutes zu geben hast, während sie zu mir volles Vertrauen haben.”
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Die Seele….die Rückkehr

Es war einmal eine erwachsene Frau, die sehr unglücklich war. Sie hatte das Gefühl etwas Wichtiges verloren zu haben, nicht mehr zu wissen, wo sie eigentlich hin möchte und vieles in ihrem Leben war ihr gleichgültig geworden.

Sie fühlte sich so ohnmächtig und hilflos darüber, dass sie sich eines Tages, einfach in die Ecke ihres Zimmers setzte und weinte. Sie wollte einfach gar nichts mehr tun, und am liebsten hätte sie sich in Luft aufgelöst.

Plötzlich hörte sie eine Stimme die sie rief. Ganz erschrocken blickte sie auf, doch es war niemand da. „Ich bin hier, in dir“, sagte die Stimme. „Warum bist du so traurig?“

„Ich weiss nicht mehr weiter. Wer bist du?“, sagte die Frau, die nun das Schluchzen aufgehört hatte. „Ich bin deine Seele“, antwortete die Stimme, „ich bin hier um dir zu helfen, doch brauche ich dazu wiederum deine Hilfe.“

„Sieh her“, begann die Seele zu erklären, „du möchtest wissen wie es weitergeht, und ich weiss es. Es ist nur so, dass ich es dir nur sagen kann, wenn du erlaubst, dass wir zusammen arbeiten.“ – „Tun wir das nicht?“, fragte die Frau erstaunt. „Nun, nicht ganz. Irgendwann in deinem Leben, hast du angefangen dir zu wünschen, dass du alles unter Kontrolle hast, damit du die Erlebnisse, die dich verletzt haben, nicht mehr erleben musst. Und irgendwann zu diesem Zeitpunkt hast du mich weggeschickt. Je mehr du also alles unter Kontrolle haben wolltest, desto mehr musste ich mich zurückziehen. Denn ich mache manchmal verrückte Dinge oder bringe dich an Orte, die dir erstmal gar nicht gefallen, wo es aber etwas tolles zu entdecken gibt. Weil du das aber nicht mehr wolltest, und ich dich so sehr liebe, wie du es dir gar nicht vorstellen kannst, hab ich mich zurückgehalten.“
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