Die Schneeflocke

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Es war Winter.
Überall schneite es.

Im Wald saß eine Wildtaube auf einem Baumzweig. Still betrachtete sie das Schneetreiben. Da flog eine muntere Tannenmeise auf die Taube zu und setzte sich neben sie. „Guten Tag“, sagte die Tannenmeise. „Ich grüße dich“, erwiderte die Wildtaube. „Was gibt es Neues im Wald?“
„Die ganze Welt schneit ein“, sagte die Tannenmeise. „Es kommen einem die seltsamsten Gedanken und Fragen bei diesem Wetter. Was meinst du, Wildtaube, was wiegt eine Schneeflocke?“
Die Wildtaube guckte in die Luft und verfolgte eine Schneeflocke nach der anderen, wie sie langsam und leise zu Boden fielen. „Eine Schneeflocke ist so leicht, dass sie gar nichts wiegt“, antwortete sie. „Das habe ich auch gedacht“, sagte die Tannenmeise. „Aber es stimmt nicht. Hör dir die wunderbare Geschichte an, die ich neulich erlebt habe:

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Der Papagei

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Einst besaß ein Mann einen wunderschönen Papagei, der in einem goldenen Käfig lebte. Als er auf eine Reise nach Indien gehen wollte, verabschiedete er sich von seinem Papagei und sagte zu ihm: „Ich gehe in deine Heimat. Hast Du eine Botschaft oder einen Wunsch?“ Der Papagei erwiderte: „Ja, gehe zu meiner Familie und beschreibe meine Situation. Nichts anderes will ich“.

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Der Sprung in der Schüssel

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Es war einmal eine alte chinesische Frau, die zwei große Schüsseln hatte, die von den Enden einer Stange hingen, die sie über ihren Schultern trug. Eine der Schüsseln hatte einen Sprung, während die andere makellos war und stets eine volle Portion Wasser fasste. Am Ende der lange Wanderung vom Fluss zum Haus der alten Frau war die andere Schüssel jedoch immer nur noch halb voll.

Zwei Jahre lang geschah dies täglich: die alte Frau brachte immer nur anderthalb Schüsseln Wasser mit nach Hause. Die makellose Schüssel war natürlich sehr stolz auf ihre Leistung, aber die arme Schüssel mit dem Sprung schämte sich wegen ihres Makels und war betrübt, dass sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht worden war.

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Über die wichtigen Dinge im Leben

Ein Lehrer versuchte seinen Schülern durch ein praxisbezogenes Beispiel das wirkliche Leben zu vermitteln. Als der Unterricht begann, nahm er ein großes leeres Glas und füllte es bis zum Rand mit großen Steinen, anschließend fragte er seine Schüler ob das Glas voll sei. Natürlich stimmten sie ihm zu.

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Renate Harig

Der Lehrer nahm nun eine Schachtel mit Kieselsteinen, schüttete sie in das Glas und schüttelte es leicht. Die Kieselsteine rollten natürlich in die Zwischenräume der größeren Steine. Dann fragte er seine Schüler erneut ob das Glas jetzt voll sei. Sie stimmten wieder zu.

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Die Taube

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Zwei Sucher kamen zu einem Meister und fragten, ob sie bei ihm bleiben und Unterricht nehmen durften. Der Meister wollte sie erst auf die Probe stellen.

Er gab beiden Suchern eine Taube und sagte: „Gehe zu einem Platz, wo dich niemand sieht und töte die Taube.“

Der eine Sucher verschwand ohne Zögern hinter einer Mauer und tötete die Taube. Der andere Sucher lief den ganzen Tag auf der Suche nach einem Ort, an dem er die Taube ungesehen töten konnte, umher, kam aber schließlich abends mit dem immer noch lebenden Vogel zurück.

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Der 20Euro-Schein

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In einer Klasse hält ein Lehrer einen 20€ Schein in die Luft und fragt:

„Wer will ihn haben?“

Natürlich erheben alle Schüler die Hand. Der Lehrer zerknittert daraufhin den Schein und fragt:

„Wollt ihr den immer noch?“

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